Thursday, January 29, 2015

A Passage to India

 Zu den großen ungefilmten Filmen der Filmgeschichte ist unbedingt zu zählen: Passage to India, jenes Projekt, mit dem Henry Hathaway 1931 den Sprung vom Regieassistenten zum hauptverantwortlichen Regisseur zu schaffen hoffte. Sein Erspartes hatte er in eine mehrmonatige Recherche in Indien investiert,zuerst sollte ein Dokumentarfilm über buddhistische Pilger entstehen, auf der Rückreise verfasste er in einem Hotel in Trieste ("25 cents a day for the bed and 25 cents for food") ein treatment für eine Spielfilmfassung, die nie realisiert wurde.

Eine kurze Passage aus "A Director's Guild of America Oral History: Henry Hathaway", einem der schönsten Filmbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe:

H: (...)What they do, they start out from Kashmir and go on foot out of India up into the Himalayas to a big cave. The last fourty miles, they take off their clothes and they go naked through the ice and the snow to a cave where there's a phallic symbol hanging down.

Q: Pure phallic? It's for sexual merit, perhaps?

H: No, just the merit of the trip.

Die Rückreise war besonders hart, in New York ging ihm das Geld aus, wochenlang musste er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Ein Jahr später begann er in Kalifornien B-Western mit Randolph Scott zu inszenieren.

Friday, January 23, 2015

Reprise, Herve Le Roux, 1995

Das sonst ewig flüchtige revolutionäre Subjekt hat für einmal einen Körper gewonnen; oder jedenfalls das Bild eines Körpers: Hervé Le Roux hat es in einem agitatorischen Kurzfilm aus dem Jahr 1968 entdeckt: Eine junge, sehr, sehr wütende Frau mischt sich da in Diskussionen zwischen Arbeitern, Gewerkschaftlern und linksbewegten Studenten ein, die darum kreisen, ob nach einem Streik die Arbeit wiederaufgenommen werden soll. Es bricht regelrecht aus ihr hinaus: Unter welch fürchterlichen Bedingungen sie und ihre Kolleginnen (am Fließband arbeiten ca. 70% Frauen) arbeiten müssen, wie unzureichend die wenigen Zugeständnisse der Betriebsleitung im Zuge des Streiks sind, wie hilflos sie sich fühlt. Alle Umstehenden und auch die Kamera und auch alle, denen Le Roux den Film knapp 30 Jahre noch einmal vorführt, bemerken sofort, dass mit diesem Menschen etwas Besonderes passiert in diesen paar Minuten.

Es hat ziemlich sicher im Jahr 1968 am Fließband der Batterienfabrik "Wonder" gearbeitet, und zwar "bei den Kohlen", wo es besonders schmutzig zuging und wo eine besonders unerbittliche Vorarbeiterin die Fließbänder überwachte. Wahrscheinlich war es ebenfalls für kurze Zeit Mitglied in der kommunisitischen Gewerkschaft. Wahrscheinlich ist es, nachdem die Urabstimmung der Belegschaft, bei der es möglicherweise nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, wieder zum Arbeitsplatz zurückgekehrt. Möglicherweise hat es dabei Tränen in den Augen. Vielleicht trägt es den Namen Jocelyn, vielleicht hat es im Nachbarort geheiratet, vielleicht auch (aber wahrscheinlich doch nicht) einen bärtigen Arbeiter, der im Bild neben ihr steht und der seinerseits "ein Gorilla, ein ziemlicher Aufreißer" war; vielleicht hat es kurz nach der Heirat eine Tochter bekommen, die es nach einer Freundin auf den Namen Nenette taufte.

Dass Le Roux am Ende zwar fast alle anderen Personen, die damals vor und hinter der Kamera aktiv waren, aufgestöbert und größtenteils auch gefilmt hat, dass es ihm aber nicht gelungen ist, dem revlutionären Subjekt selbst, das natürlich ohnehin keines mehr wäre, leibhaftig und nicht nur als Bild zu begegnen, ist die von weitem absehbare (und deshalb ohne schlechtes Gewissen spoilerbare) Pointe des Films. Aber beileibe nicht das, worauf es eigentlich ankommt. Es ist auch, nebenbei bemerkt, überhaupt nicht wichtig, ob Le Roux tatsächlich primär am politischen Subjekt Jocelyn interessiert ist, oder ob nicht am Anfang der Untersuchung die erotische Anziehugskraft stand, die durch das grobkörnige Filmmaterial hindurchwirkt, wenn die junge Frau mit Pony und Hochsteckfrisur gleichzeitig aufbrausend und in sich gekehrt zu ihren Tiraden ansetzt. Ihr Gesicht wirkt sozusagen gesteigert formbar, inbesondere, wenn sie den Mund im Affekt aufreist, wird es sofort und zur Gänze zum Medium eines ohne jede Vermittlung (stimmt natürlich nicht) nachfühlbaren Affekts. Vielleicht wollte Le Roux, und das wäre ein sehr inegres Motiv, die Frau auch einfach nur aus der paternalistischen Rahmung lösen, in die sie in einer Szene des Films eingebettet ist, wenn gleich zwei besserwisserische Gewerkschaftsfunktionäre (kein bisschen möchte und kann ich Partei ergreifen in der Sachfrage um die es in der Szene geht, in der Frage, ob die Wiederaufnahme der Arbeit letzten Endes gut und schlecht für die Arbeiterinnen und Arbeiter war) ihr gut zureden, ihr von links ein Arm auf die Schulter, ihr von rechts ein anderer auf ihren eigenen gelegt wird.

Viel mehr geht es um das, was bei den Gesprächen sonst alles einerseits erzählt, andererseits (am Sprechenden, an der Gesprächssituation) sichtbar wird; also darum, wie in der Gegenwart an diese Vergangenheit (an diese spezifisch gerichtete Vergangenheit) anschließen können. Um eine Oral History des Arbeits- und sonstigen Alltags in der Pariser Industrieperipherie geht es, um das Flohmarktviertel von Saint-Ouen, um den Arbeitsprozess, um die Arbeiterinnensolidarität, um den faschistischen Betriebsleiter, um diverse innerlinke Zerwürfnisse, um Frauen an den Fließbändern, die sich nicht betatschen ließen, um Bürokräfte, bei denen man sich da nicht so sicher ist, um den paternalistischen Chef, der der Sekretärin schonmal Kartoffeln fürs Wochenende mitgibt, der aber zu geizig ist, der Belegschaft auch nur ausreichend Seife anzuschaffen (die wird, nachdem sie doch angeschafft wird, mit Sägespänen gestreckt, um einen Vorfall Jahre später, kurz vor der endgültigen Schließung des Werkes, schließlich, bei dem eine Vorarbeiterin dem Abwicklungschef eins mit dem Regenschirm über den Kopf gegeben hat.

Der Film sollte in jedem post-68-er-Filmprogramm laufen. Zu den üblichen Autorenkino-Erinnerungsfilmen von Garrel bis Assayas / Bertolucci usw verhält er sich wie ein Realitätscheck. Und zwar nicht etwa, weil es für einmal tatsächlich um die Arbeiter (und dann auch noch: um Arbeiterinnen) geht, die in den fast durchweg aus (männlicher) Studentenperspektive erzählten übrigen Filmen im Off bleiben, als zu agitierendes, aber dann wohl doch nicht ausreichend agitiertes revolutionäres Verfügungsmaterial. Tatsächlich gibt es diese Perspektive in dem Film auch: Einer der (sympathischsten) Interviewten war 68 ein Gymnasiast, der die Arbeiter zum Weiterstreiken anstacheln wollte und im Film von Gewerkschaftsfunktionären mit sanfter Gewalt ins Abseits, an den Bildrand gedrängt worden war. Heute verleiht er Surfbretter an der Bretagne (?), freut sich sichtlich über die eigene, wiedererwachende Erinnerung. Was Le Roux' Film von den anderen 68er-Erinnerungsfilmen unterschiedet, ist nicht die politische Perspektive, sondern ein spezifischer Materialismus filmischer Aufmerksamkeit, seine Art, Gesten, Möbel, Orte, Welt zu registrieren.

Denn es geht auch um die Gegenwart, um das, was aus den Arbeiterinnen und Arbeitern knapp dreißig Jahre später, im Jahr 1995, geworden ist. Fast interessanter als die Regenschirmgeschichte ist die Art und Weise, wie die betroffene Frau heute über die Vergangenheit redet, wie sie zittert, nervös den Blick abwendet, immer wieder hektisch nachfragt, die Regenschirmepisode derart panisch verdrängen möchte, dass sie selbst doch unwillkürlich immer wieder auf sie zusteuert. Die meisten anderen sind entspannter. Teilweise finden die Gespräche draußen statt, auf Campingstühlen oder Parkbänken. Die meisten Männer sind entspannte Rentner, die meisten Frauen weiterhin äußerst aktiv. Eine der ehemaligen Fließbandarbeiterinnen (eine von sechs oder sieben Schwestern, die alle in der Batteriefabrik arbeiteten; eine zweite will nicht vor die Kamera; das Gespräch findet in einem Bistro statt und ist eines der schönsten des Films) konnte damals, kann auch heute noch nicht viel mit dem Streik anfangen. Le Roux fragt sie mehrmals, ob sie denn mitgestreikt habe, oder ob sie drinnen arbeiten war. Sie meint jedesmal: "Ich musste streiken, weil ich nicht hineingehen konnte". Sie bekommt beides nicht auseinander.

Besonders toll sind jene Sequenzen, in denen Le Roux seinen Gesprächspartnern den historischen Film zeigt. Der läuft auf einem kleinen Fernseher, der meist behelfsmäßig, oft ebenfalls im Freien aufgebaut ist und sofort alle Blicke bannt. Wütend ist niemand mehr, aber distanzieren will sich auch keiner von seiner politischen Vergangenheit, viele lachen lauthals los, , der faschistische Betriebsleiter wird von jeder/m einzelnen erkannt und benannt (wie, als wolle man durch Namensnennung nachträglich einen Fluch bannen), zweimal zeigen Mütter ihren ebenfalls vor dem Fernseher sitzenden Kindern den Arbeitsplatz. Fast alle dauern exakt eine Filmrolle lang, sobald die Abnutzungserscheinungen der Kopie deutlicher sichtbar werden, weiß man, jetzt kommen bald die Überblendzeichen und dann ist das Gespräch zu Ende, dann wird Le Roux (ein schlacksiger, ironischer, äußerst sympathischer Typ) weiter fahren, zum nächsten Gesprächspartner.

Wednesday, January 21, 2015

Abschied, Peter Lilienthal, 1966

Den Hemdkragen hat Max Haufler in seiner letzten Rolle vor seinem Selbstmord so eng zugeknöpft, dass sein voluminöser Nacken eine wulstige Falte wirft; die hat man am Anfang oft im Blick, weil der Film lange nicht viel mehr macht, als dem von Haufler als Kurt Klinkusch (dreimal k) bei diversen Besorgungen durch Berlin zu folgen. Man sieht ihn auch in der Wohnung, die er, wie man später erfährt, mit einer Frau, die er erst einige Jahre vorher kennengelernt hatte, gemeinsam beziehen wollte. Die Frau ist dann vorher gestorben. De Wohnung besteht aus drei engen, aber recht tiefen Räumen, fast schon horizontalen Schächten. Ein Handwerker macht sich in einem der Räume zu schaffen, will ein Waschbecken installieren. So eng ist es, dass man sich dann kaum an dem Ding vorbeiquetschen könnte. Ein Lebensraum ist das nun wirklich nicht.

Die Tote ist der Dreh- und Angelpunkt des Films, bleibt aber abwesend - bis auf eine rührende Montage von Fotografien, auf denen sie neben Klinkusch zu sehen ist, beim Kaffeetrinken, Spazierengehen... dann ein Schnitt auf den Sarg, der in das Grab gewuchtet wird. So originell ist die Grundidee nicht, aber es scheint eine Ausgangssituation zu sein, aus der man immer wieder etwas Neues machen kann; immer wieder neu kann man das anwesende Leben auf den abwesenden Tod beziehen. Zum Beispiel kann man den Sarg, in dem die Tote liegt, auf einen klaustrophobischen Bus beziehen, in den Kurt Klinkusch steigt: BVG-Terror vom Feinsten.

Es tauchen zur Beerdingung und zur anschließenden Trauerfeier auch Verwandte auf. Unter anderem eine Frau mittleren Alters (die Tochter, glaube ich), die in einer Szene früh im Film eine extrem fotogene Sonnenbrille trägt: In den ansonsten kontrastarmen Schwarzweißbildern wirkt dieses pechschwarze Assecoire wie ein harter Einschnitt, fast wie das Eindringen des Realen in ein bundesdeutsch-verstaubt Imaginäres.

"The Grave Diggers" heißt eine Beatkapelle (wirklich die richtige Bezeichnung, glaube ich); schön, dass Lilienthal deren Auftritt nicht mit dem O-Ton, sondern mit einem verspielten Popsong aus der Konserve unterlegt.

In Michael Ballhaus' Kameraarbeit kann man schon einiges erkennen von den späteren Fassbinder/Scorsese-Manierismen; freilich kann er noch nicht so viel mit Fahrten, muss mehr mit Zooms arbeiten. Die Bildsprache hat einen eigenartigen Hang zur Frontalität. Es ist nicht immer leicht zu entscheiden, ob die Gesichter sich den Kamerablicken aufdrängen, oder die Kamerablicke sich den Gesichtern aufdrängen. Jedenfalls gibt es eine aggressive Komplizenschaft von Stil und Darstellern, die den Film von seiner dokumentarischen Grundierung entfremdet. Je länger er dauert, desto entschiedener.

Saturday, January 17, 2015

Vor vier Jahren - vor zwei Jahren, Wolfgang Höpfner und Norbert Weyer, 1979

Die Sorgen einer anderen Zeit: "Ohnehin hatte man hier Sorgen genug mit linksradikalen Medizinern," Der Satz entstammt einem Artikel einer Kölner Lokalzeitung anlässlich jener Schießerei, im Verlauf derer der vorher im Untergrund lebende Philip Werner Sauber ums Leben kam. Zitiert wird er im Film Vor vier Jahren - vor zwei Jahren, gedreht von Wolfgang Höpfner und Norbert Weyer, entstanden an der dffb, wo Sauber ebenfalls einst studiert hatte. Gedreht wurde 1978/1979, die vier Jahre beziehen sich auf die Schießerei (im Anschluss an eine Polizeikontrolle, auf einem Kölner Parkplatz), die zwei Jahre, so rekonstruiere ich das zumindest, auf den Prozess, an dessen Ende Saubers Genossen - sie nennen sich gegenseitig immer noch so, auch derjenige, der sie interviewt, wird, glaube ich, mindestens einmal so angesprochen - freigesprochen werden; aber nur auf Kosten Saubers, der post mortem wegen Mord an einem Polizisten verurteilt wird.

Der Film versucht erst gar nicht, die unsichtbaren Jahre, die Sauber im Untergrund verbracht hat, wieder in Sichtbarkeit zu übersetzen. Ein Erinnerungsfilm an den Toten ist Vor vier Jahren - vor zwei Jahren eigentlich nur ganz am Ende, wenn einer seiner beiden ehemaligen Genossen, ein langhaariger Mann, der nach Knasterfahrungen innerlich nicht mehr jung ist, aber noch immer eine junge Stimme hat, der Kamera zugewandt in die mit ihm sich verbrüdernde Kamera über den toten Freund spricht. Die Augen hat er bis vor den letzten Satz gesenkt, dann blickt er auf einmal doch direkt in die Kamera und hebt die Hand in Mano-cornuta-Geste zum letzten Gruß. Peinlich wäre der Moment, wenn er auf eine Revitalisierung gezielt hätte; ihre Kraftlosigkeit, sein schüchternes Lachen dagegen machen diese eine Pathosgeste, die er sich doch noch gönnt am Ende dieses denkbar unpathetischen Films, stark.

Kurz vor Schluss eine Einstellung wie bei Ozu: Tiefe Kameraposition, eine stinknormale Straße in einem Wohnviertel, die sich zentralperspektivisch in die Tiefe fortsetzt, Passanten auf dem Fußweg neben den parkenden Autos, im Hintergrund verläuft, senkrecht zur Straße, eine ein, zwei Meter erhöhte Bahntrasse, ein Zug fährt langsam von links nach rechts. Unvermittelt scheint dieses Bild, das keinen didaktischen, auch keinen melancholischen, auch keinen polemischen Mehrwert hat, das in gewisser Weise interesselos ist, in den Film einzudringen. Aber gibt es wirklich keine Vermittlung? Oder, anders: gibt es aus diesem Film einen anderen Ausweg, gibt es an diesen Film einen anderen Anschluss als dieses Bild?

Bevor zum Schluss doch noch Saubers Leben im Untergrund gedacht wird, breitet der Film die Lebensläufe seiner Komplizen als eine Serie von Institutionenportraits aus. Kurz portraitiert wird zu Beginn die Zeitung (repräsentiert durch verlesene Zeitungsmeldungen und einen sich selbstsicher im Sessel zurücklehnender Journalist, der zwar den allzu souveränen Sound des Nachrichtenprofis drauf hat, in dessen Mund sich die Rede von den "facts", die es zu präsentieren gelte, trotzdem noch ein wenig unsicher, wie gerade erst eintrainiert, anhört); gegen Ende, ebenfalls kurz, die Polizei, die gerade im Übergang vom Rohrpost- ins Computerzeitalter zu befinden scheint - zumindest drei Jahrzehnte später erscheint diese Passage fast als Komödie, besonders angetan hat es mir ein geradezu theatral sich durch das schäbige Dienstzimmer krümmendes Rohrsegment; deutlich länger, in der Mitte des Films, geht es um das Gefängnis, in dem einer der beiden Angeklagten auf seinen Prozess wartete.

Auf der Tonspur erzählt er, wie er sich, schon nach Haftantritt, verliebt habe und wie seine Liebe zu Waltraud, der neuen Frau in seinem Leben (kurz erwähnt: die Verlobte Monika - aber dieser Spur geht der Film nicht nach), von der Staatsmacht als Waffe benutzt worden sei. Beeindruckt hat mich an diesen Passagen nicht so sehr, was da genau erzählt wird: Man muss und sollte ihm und dem Film nicht jedes Wort glauben (auch die spätere Nachinszenierung der Schießerei wirkt in der Sache allzu selbstsicher, gefällt eher wegen ihrer Nähe zu B-Movie-Phonyness...), die geduldige Introspektion, die aus seinen Worten spricht, auch das Bewusstsein für den Wert von Intimität, hebt den Film wohltuend von jenen Agitpropfilmen ab, die zehn Jahre vorher an der selben Hochschule entstanden waren. (Einige davon hatte ich zufällig kurz vorher gesehen.)

Dazu zeigt der Film wieder und wieder die Fassade der Haftanstalt, in der der Angeklagte eingesperrt war. Auch die Inneneinrichtung, inklusive Zellenarchitektur und Schließmechanismen, tauchen auf, zwischendurch werden Aussagen der Architekten verlesen, die darauf bestehen, das modernste Gefängnis überhaupt gebaut zu haben, obwohl: "Grau in grau gibt es natürlich trotzdem. Auf Beton kann man einfach nicht verzichten." Den meisten Raum, die meiste Zeit erhält jedoch die Fassade, die wieder und wieder mit horizontalen Kameraschwenks abgetastet wird. Die Gefängnisfenstersind mit einem Gitter aus Betonstreben zusätzlich gesichert. Das führt dazu, dass sie nicht wie Öffnungen, sondern lediglich wie Ornamente wirken, deren regelmäßige Wiederkehr die Kamerabewegung rhythmisiert. In Volker Pantenburgs Eintrag "Schwenk" im Wörterbuch kinematografischer Objekte lese ich, dass Carl Akerley nicht nur Erfinder des Schwenkstativs, sondern auch des Spritzbetons war.

Monday, January 12, 2015

Taking a Chance on Karlson 6

Lorna Doone, 1951

Paradox eigentlich, dass ausgerechnet meine Begeisterung für das Kino der Studiohandwerker mir wieder und wieder vor Augen führt, wie wenig mich die handwerklichen Aspekte des Kinos (und insbesondere des Kinoerzählens) im Grunde interessieren. Ob Lorna Doone ein guter swashbuckler ist oder nicht, kann ich nicht nur nicht sagen, es kümmert mich schlicht und einfach nicht. Viel wichtiger als das Genre ist dem Film die Psychokartografie: Der Junge, der vorm Wasserfall steht und nach oben blickt, den in die Tiefe stürzenden Wassermassen die Stirn bietend.




Erst schwenkt die Kamera den Wasserfall entlang nach oben, dann folgt der Junge ihr nach. Fast vier Minuten lang dauert die Szene, in der er anschließend den Wasserfall empor klettert. Kein Wort, kein Halteseil, nur nasser Fels, Hände, Wasser, Rauschen. Nichts mehr anderes, nichts, was die Situation des Jungen nicht betreffen würde gibt es in der Welt des Films für diese knapp vier Minuten (doch, eine Pflanze, an der er sich festhalten kann, als er abzustürzen droht).




















Oben angekommen wartet das Paradies. Und ein Mädchen.












Mehr Bilder braucht es nicht. Nie wieder erreicht der Film solche Klarheit. (Außer vielleicht im wiedererkennden Bilck des Mädchens:



, den ich, wie auch das vorherige, ein wenig für Effekt editiert habe) Aber das ist der Punkt. Den Weg über den Wasserfall kann man nur einmal gehen. Tatsächlich versucht der Junge es noch einmal, nachdem er aufgewachsen ist. Er trägt dann eine Rüstung, mit einem stahlharten Helm vor allem. Kaum mehr als eine Minute braucht er diesmal für den Aufstieg. Dass Karlson teils die exakt selben Einstellungen wählt wie im ersten Aufstieg, macht die Differenz nur noch deutlicher. Der Wasserfall ist zur Wegstrecke geworden, die bewältigt werden will. Später wird er zum Blickobjekt (tatsächlich gibt es eine Szene, in der er mit einem Fernrohr beobachtet wird), noch später zu bloßen Staffage.

Weder allerdings unterhält der Mann zu seiner Jugend, noch der Hauptteil des Films zu seinem Prolog ein melancholisches Verhältnis. Wenn etwas verloren gegangen ist, dann ist es eben weg. Die Härte des Films, seine Mechanik der Gewalt, die, wie ich lese, vermutlich bewusst der des Western nachempfunden ist, verweist auf einen absoluten Verlust (sicher nicht der Unschuld).

Andere Elemente der Psychokartografie: Hinter dem Wasserfall ist ein Schloss, an das sich heranpirscht, wer den Wasserfall erklimmt. Das Schloss hat auch einen Haupteingang, über dem liegt eine Brücke. Der exquisit nüchterne, seine narrative Funktionalität im Sprechgestus mitreflektierende Ich-Erzähler aus dem Off meint schließlich, als der Sieg naht, eher resigniert als triumphal: Diesmal mussten wir nicht über den Wasserfall ins Schloss. Diesmal haben wir den Haupteingang genommen. Im Wasserfall, wie im Schloss sind Spalten und Durchgänge, durch die man treten kann. Im Wasserfall allerdings bedeutet eine Spalte, wie auch ein Vorsprung nicht das, was ein Durchgang und eine Treppe im Schloss bedeuten. Im Wasserfall bedeuten sie alles, im Schloss breiten sie lediglich ein Set von Optionen aus. Dass die Filmerzählung am Wasserfall ihren Höhepunkt, also einen Moment von Finalität findet, ist einerseits logisch: Andererseits ist aber auch logisch, dass diese letzte Wasserfallszene, in der nur noch etwas bereits vorher Entschiedenes abgewickelt wird, die schwächste des Films ist.

Friday, January 09, 2015

Listen 2014

2014 Releases


1. Nuits blanches sur la jetee (Paul Vecchiali)
2. Phoenix (Christian Petzold)
3. Storm Children, Book One (Lav Diaz)
4. The Midnight After (Fruit Chan)
5. She's Funny That Way (Peter Bogdanovich)
6. Die geliebten Schwestern (Dominik Graf)
7. Zuwandern (Sabine Herpich / Diana Botescu)
8. Pompeii (Paul W.S. Anderson)
9. Hwajang / Revivre (Im Kwon-taek)
10. L'enlèvement de Michel Houellebecq (Guillaume Nicloux)
11. Bing du / Ice Poison (Midi Z.)
12. Smoke on the Water (Dominik Graf)
13. Highway (Imtiaz Ali)
14. Kis uykusu / Winter Sleep (Nuri Bilge Ceylan)
15. The Legend of Hercules (Renny Harlin)
16. Welcome to New York (Abel Ferrara)
17. Kommunisten (Jean-Marie Straub)
18. Aime, boire et chanter (Alain Resnais)
19. The Equalizer (Antoine Fuqua)
20. Daan gyun naam yu 2 / Don't Go Breaking My Heart 2 (Johnnie To)
21. Clouds of Sils Maria (Olivier Assayas)
22. Wenn es blendet, öffne die Augen (Ivette Löcker)
23. Chiisai ouchi / The Little House (Yoji Yamada)
24. The Guests (Ken Jacobs)
25. Al doilea joc / The Second Game (Corneliu Porumboiu)
26. Mo jing / That Demon Within (Dante Lam)
27. Yo soy la felicidad de este mundo / I Am Happiness on Earth (Julian Hernandez)
28. Die Frau mit dem Schuh (Michael Glawogger)
29. Joao Benard da Costa: Others will love the things I loved (Manuel Mozos)
30. Le beau danger (Rene Frölke)
31. Listen up, Philip (Alex Ross Perry)
32. The Raid 2: Berandal (Gareth Evans)
33. Orbitalna (Marcin Malaszczak)
34. Deux jours, une nuit (Jean-Luc & Pierre Dardenne)
35. Boyhood (Richard Linklater)
36. Eyyvah Eyvah 3 (Hakan Algül)


Kinostarts Deutschland


1. Kaguyahime monogatari / The Tale of Princess Kaguya (Isao Takahata)
2. Phoenix (Christian Petzold)
3. Norte (Lav Diaz)
4. Kaze tachinu / The Wind Rises (Hayao Miyazaki)
5. The Wolf of Wall Street (Martin Scorsese)
6. Die geliebten Schwestern (Dominik Graf)
7. Pompeii (Paul W.S. Anderson)
8. Kis uykusu / Winter Sleep (Nuri Bilge Ceylan)
9. The Legend of Hercules (Renny Harlin)
10. The Equalizer (Antoine Fuqua)


Andere neue Favoriten (2012 + 2013 releases ohne ranking)


Trudno hyt bogom / Hard to Be a God (Aleksandr German)
Tirez la langue, mademoiselle (Axelle Ropert)
Bullet to the Head (Walter Hill)
Historia de la meva mort (Albert Serra)
Sorg og glaede / Sorrow and Joy (Nils Malmros)
Tip Top (Serge Bozon)
Listening to the Space in My Room (Robert Beavers)
L'escale (Kaveh Bakhtiari)
A vida invisivel (Vitor Goncalves)
Sebunsu kodo / Seventh Code (Kiyoshi Kurosawa)
Man tam / Blind Detective (Johnny To)
A Masque of Madness (Notes on Film 06-B, Monologue 2) (Norbert Pfaffenbichler)
Dakar Trottoirs (Huber Laba Ndao)
Ninja: Shadow of a Tear (Isaac Florentine)
Night Moves (Kelly Reichardt)
Snowpiercer (Bong Joon-ho)
People's Park (J.P. Sniadecki / Libbie Cohn)
Like Someone in Love (Abbas Kiarostami)
Leichtmatrosen 2 (Franz Müller / Rainer Knepperges)
Parviz (Majid Barzegar)
Hans Dampf (Christian Mrasek / Jukka Schmidt)

Monatslisten aus facebook gerettet:

Januar

31 Tage 31 Filme

1. The Dawn Patrol, Howard Hawks, 1930
2. The Docks of New York, Josef von Sternberg, 1928
3. Cover Girls, Jose Benazeraf, 1964
4. The Idle Class, Charlie Chaplin, 1921
5. L'enclos, Armand Gatti, 1961
6. The Midnight After, Fruit Chan, 2014
7. Leichtmatrosen 2, Franz Müller / Rainer Knepperges, 2012
8. Bokudo kidan / The Strange Tale of Oyuki, Kaneto Shindo, 1992
9. People's Park, J.P. Sniadecki / Dina Libbie Cohn, 2012
10. Le beau danger, Rene Frölke, 2014
11. Les filles sement le vent / Die Ernte der sündigen Mädchen, Louis Soulanes, 1961
12. Pat and Mike, George Cukor, 1952
13. St. Pauli zwischen Nacht und Morgen, Jose Benazeraf, 1967
14. Geheime Lüste blutjunger Mädchen, Jürgen Enz, 1978
15. The Road to Glory, Howard Hawks, 1936
16. Ein langer Ritt nach Eden, Günter Hendel, 1974
17. Jeunesse perdue / Der Perser und die Schwedin, Akramzadeh, 1961
18. Snowpiercer, Bong Joon-ho, 2013
19. Like Someone in Love, Abbas Kiarostami, 2012
20. Der Unfertige, Jan Soldat, 2013
21. L'enlèvement de Michel Houellebecq, Guillaume Nicloux, 2014
22. Das Mädchen und der Staatsanwalt, Jürgen Goslar, 1962
23. Doilea joc / The Second Game, Corneliu Porumboiu, 2014
24. Chronik der Landjugend im Winter, Zelimir Zilnik, 1967
25. Orbitalna, Marcin Malaszczak, 2013
26. Nuoc (2030), Minh Nguyen-Vo, 2014
27. Sanmon yakusha / By Player, Kaneto Shindo, 2000
28. So viel nackte Zärtlichkeit, Günter Hendel, 1969
29. Tito's Second Time Among the Serbs, Zelimir Zilnik, 1994
30. Die Klosterschülerinnen, Eberhard Schröder, 1972
31. Two-Faced Woman, George Cukor, 1942

Known pleasures

Crni film, Zelimir Zilnik, 1971
Väntan, Peter Nestler, 1985
The Naked City, Jules Dassin, 1948
Oshidori utagassen / Singing Lovebirds, Masahiro Makino, 1939

Subject for further research

Erotische Tempelrituale in Japan, ?, ?

Weirdo des Monats

Adam & Omar, Marcel Belledin / Piet Fuchs / Rainer Knepperges / Franz Müller, 2013

Das Gehirn gibt auf

Little Women, George Cukor, 1933

Boredom

Philosophie dans le boudoir / Das Paradies, Jacques Scandelari, 1971
Die Liebesquelle, Ernst Hofbauer, 1966
La curee, Roger Vadim, 1966
I, Frankenstein I, Stuart Beattie, 2014
Fellow Traveller, Phillip Saville, 1991
Moebius, Kim Ki-duk, 2013

Berlinale Boredom

Unfriend Unfriend Philippinen Langfilm 2014 Altarejos, Joselito
The Darkside, Warwick Thornton, 2013
At Home, Athanasios Karanikolas, 2014
She's Lost Control, Anja Marquardt, 2014

Berlinale Hell

Tape 13, Axel Stein, 2014
Inferno, Yael Bartana, 2013

Februar

1. Apache Drums, Hugo Fregonese, 1951
2. Kiki's Delivery Service, Hayao Miyazaki, 1989
3. The Black Rose, Henry Hathaway, 1950
4. Only Yesterday, Isao Takahata, 1991
5. Whisper of the Heart, Yoshifumi Kondo, 1995
6. Die geliebten Schwestern, Dominik Graf, 2014
7. Pom Poko, Isao Takahata, 1994
8. Shoot Out, Henry Hathaway, 1971
9. When It Rains, It Pours, Noboru Nakamura, 1957
10. Boyhood, Richard Linklater, 2014
11. Ich begehre, Mario Mentrup / Volker Sattel, 2007
12. Bullet to the Head, Walter Hill, 2013
13. White Witch Doctor, Henry Hathaway, 1953
14. Ausflug ins Gebrige, Peter Liechti, 1986
15. Life of Riley, Alain Resnais, 2014
16. Ice Poison, Midi Z., 2014
17. An Actor's Revenge, Teinosuke Kinugasa, 1935
18. The Little House, Yoji Yamada, 2014
19. Hans im Glück, Peter Liechti, 2003
20. Kiss of Death, Henry Hathaway, 1947
21. Dirnentragödie, Bruno Rahn, 1927
22. The Guests, Ken Jacobs, 2014
23. Love Is Strange, Ira Sachs, 2014
24. I Cover the Waterfront, James Cruz, 1933
25. The Clarion Call, Henry Hathaway, 1925
26. That Demon Within, Dante Lam, 2014
27. American Hustle, David O. Russell, 2013
28. Umsonst, Stephan Geene, 2014
29. A Gap in the Skin, Takahisa Zeze, 2005
30. Mario Wirz, Rosa von Praunheim, 2014
31. Come On, Marines!, Henry Hathaway, 1934
32. The Sons of Katie Elder, Henry Hathaway, 1965
33. The Shape of Night, Noboru Nakamura, 1964
34. Prince Valiant, Henry Hathaway, 1954

Known pleasures:

The Docks of New York, Josef von Sternberg, 1928
That Night's Wife, Yasujiro Ozu, 1932
Humanity and Paper Balloons, Sadao Yamanaka, 1937
The Dawn Patrol, Howard Hawks, 1930
Johnny Appollo, Henry Hathaway, 1939
Souls at Sea, Henry Hathaway, 1937
China Girl, Henry Hathaway, 1942

Subjects for further research:

A Hero of Tokyo, Hiroshi Shimizu, 1935
Tsuruhachi and Tsurujiro, Mikio Naruse, 1938

Das Gehirn gibt auf:

The Last Leaf, Jean Negulesco, 1952

Meh:

Los Angeles, Damian John Harper, 2014
Jack, Edward Berger, 2014
The Gift of the Magi, Henry King, 1952
Her, Spike Jonze, 2014
Nymphomaniac, Lars von Trier, 2013

Yuck:

Kreuzweg, Dietrich Brüggemann, 2014
A Winter's Tale, Akiva Goldman, 2014
Ladybird Ladybird, Ken Loach, 1994

März

1. Bhowani Junction, George Cukor, 1956
2. Der Verlorene, Peter Lorre, 1951
3. Sotiros (Alone), Robert Beavers, 1976
4. Man of the West, Anthony Mann, 1958
5. Sukkubus – den Teufel im Leib, Georg Tressler, 1989
6. 37/78 Tree again, Kurt Kren, 1978
7. The Face Behind the Mask, Robert Florey, 1941
8. Dreams that Money Can Buy, Hans Richter, 1947
9. Automne... Octobre a Alger, Malik Lakhdar-Hamina, 1993
10. Landscape Suicide, James Benning, 1986
11. Himmel oder Hölle, Wolfgang Murnberger, 1990
12. Pompeii, Paul W.S. Anderson, 2014
13. Das Fahrrad, Evelyn Schmidt, 1982
14. Wenn es blendet, öffne die Augen, Ivette Löcker, 2014
15. A Masque of Madness (Notes on Film 06-B, Monologue 2), Norbert Pfaffenbichler, 2013
16. Franz Grimus, Michael Pilz, 1977
17. The Sex Perils of Paulette, Doris Wishman, 1965
18. Die Frau mit einem Schuh, Michael Glawogger, 2014
19. The Terror Live, Kim Byeong-woo, 2013
20. Another Day, Another Man, Doris Wishman, 1966
21. The Tin Star, Anthony Man, 1957
22. Chronique des annees de braise, Mohammed Lakhdar-Hamina, 1975
23. Hernals, Hans Scheugl, 1967
24. Neun Leben hat die Katze, Ula Stöckl, 1968
25. These Are the Men, Alan Obistan / Dylan Thomas, 1943
26. Indecent Derires, Doris Wishman, 1968
27. Veronica Mars, Rob Thomas, 2014
28. Tokyo, Dietmar Brehm, 2014
29. Abschied, Ludwig Wüst, 2014
30. Mädchen für die Mambo-Bar, Wolfgang Glück, 1959
31. Eine Fuge, Jörg Ortner, 1959
32. Naked Came the Stranger, Radley Metzger, 1975
33. Men of Crisis: The Harvey Wallinger Story, Woody Allen, 1972

Known pleasures

K-19: The Widowmaker, Kathryn Bigelow, 2000
Strange Days, Kathryn Bigelow, 1995
Point Break, Kathryn Bigelow, 1992
Near Dark, Kathryn Bigelow, 1987
Einleitung zu Arnold Schoenbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielscene, Straub / Huillet, 1972

Das Gehirn gibt auf

Unser Wien, Hanns Matula, 1963
Under the Tonto Rim, Henry Hathaway, 1933

Knarz

300: Rise of an Empire, Noam Murro, 2014
Lone Survivor, Peter Berg, 2013
3 Days to Kill, McG, 2014
La preuve, Amor Hakka, 2013
Enemy, Denis Villeneuve, 2013

April

1. A Countess from Hong Kong, Charlie Chaplin, 1967
2. Door #2-37, Luther Price, 1998
3. The Shepherd of the Hills, Henry Hathaway, 1941
4. Nightfall, Jacques Tourneur, 1957
5. Ah Kam / The Stuntwoman, Ann Hui, 1996
6. The Breaking Point, Michael Curtiz, 1950
7. Ritual 629, Luther Price, 1999
8. One Way Street, Hugo Fregonese, 1950
9. Boat People, Ann Hui, 1982
10. The Appaloosa, Sidney J. Furie, 1966
11. Apenas un delincuente / Hardly a Criminal, Hugo Fregonese, 1949
12. Hollywood Or Bust, Frank Tashlin, 1956
13. Future Cop, Wong Jing, 1993
14. Rich and Strange, Alfred Hitchcock, 1931
15. Meat (dry02), Luther Price, 1999
16. High Plains Drifter, Clint Eastwood, 1973
17. The Romance of Book and Sword / Princess Fragrance, Ann Hui, 1987
18. The Delinquents, Robert Altman, 1957
19. Under the Skin, Jonathan Glazer, 2013
20. The Impatient Heart, John Badham, 1971
21. Eighteen Springs, Ann Hui, 1997
22. Duck Amuck, Chuck Jones, 1953
23. La course du lievre a travers les champs, Rene Clement, 1972
24. Guys and Dolls, Joseph L. Mankiewicz, 1955

Termite pleasures

Human Cargo, Allan Dwan, 1937
Die Rechnung - eiskalt serviert, Helmut Ashley, 1966
Don't Give Up the Ship, Norman Taurog, 1959
Joe, David Gordon Green, 2013

Known Pleasures

Sabotage, Alfred Hitchcock, 1935
Pale Rider, Clint Eastwood, 1985

Das Gehirn gibt auf / subject for further research

Madea Goes to Jail, Tyler Perry, 2009
Abdu Mouta, Ismail Farouk, 2012

No pleasures at all

Polar Storm, Paul Ziller, 2009
The Other Woman, Nick Cassavetes, 2012

Mai

1. Down to the Sea in Ships, Henry Hathaway, 1949
2. Platzwunder, Reinhard Kahn / Michel Leiner, 1984
3. Billy Boy, Tex Avery, 1954
4. Summer Storm, Ko Nakahira, 1956
5. Cry of the City, Robert Siodmak, 1948
6. Thi Minh, Louis Feuillade, 1918
7. Four Seasons of Love, Ko Nakahira, 1958
8. North to Alaska, Henry Hathaway, 1960
9. Christmas Holiday, Robert Siodmak, 1944
10. Zärtlichkeiten, Maria Lang, 1985
11. The Legend of Hercules, Renny Harlin, 2014
12. Bright Sea, Ko Nakahira, 1963
13. Rica, Ko Nakahira, 1972
14. Juvenile Jungle, Ko Nakahira, 1956
15. Welcome to New York, Abel Ferrara, 2014
16. Wing and a Prayer, Henry Hathaway, 1944
17. Unbeatable, Dante Lam, 2013
18. Rawhide, Henry Hathaway, 1951
19. Whirlpool of Flesh, Ko Nakahira, 1964
20. Blind Detective, Johnnie To, 2013
21. Mit dem Munde gefilmt, Reinhard Kahn / Michel Leiner, 1981
22. Schnittstelle, Harun Farocki, 1995
23. Lu tempu di li pisci spata, Vittorio de Seta, 1954
24. Tod im roten Jaguar, Harald Reinl, 1968
25. Suzanne, Katell Quillevere, 2013
26. The Strange Affair of Uncle Harry, Robert Siodmak, 1945
27. Gölge, Sofoklis Adamidis / Sema Poyraz, 1980
28. Es stirbt allerdings ein jeder, fragt sich nur wie und wie Du gelebt hast (Holger Meins), Renate Sami, 1975
29. A Pain in the Pullman, Jack White, 1936
30. 13 Rue Madeleine, Henry Hatahaway, 1948
31. Who's the Real Killer, Ko Nakahira, 1957
32. A Secret Rendezvous, Ko Nakahira, 1959
33. Danger's Where the Money Is, Ko Nakahira, 1961
34. Auf geht's aber wohin? Angelika Levi, 1989

Known pleasures

Infernal Affairs, Mak & Lau, 2002
The Killers, Robert Siodmak, 1946
The Dark Mirror, Robert Siodmak, 1946
Dr. Ma's Country Clinic, Cong Feng, 2009

Termite pleasures:

The Black Gambler, Ko Nakahira, 1964
The Scarlet Wings, Ko Nakahira, 1958
Diplomatic Courier, Henry Hathaway, 1952
Edge of Tomorrow, Doug Liman, 2014
Banlieue 13, Pierre Morel, 2004

Subject for further research

Al-mummia, Chadi Abdel Salam, 1969

Das Gehirn gibt auf:

The Arab Storm, Ko Nakahira, 1961
Milkman Frankie, Ko Nakahira, 1956
Black Gambler: Devil's Left Hand, Ko Nakahira, 1965

Thanks, but no, thanks:

Zulu, Jerome Sale, 2013
Schüsse aus dem Geigenkasten, Fritz Umgelter, 1965

Juni

1. Cairo Station, Youssef Chahine, 1958
2. Aquila nera, Riccardo Freda, 1946
3. Other Men's Women, William A. Wellman, 1931
4. Circus World, Henry Hathaway, 1964
5. Mother India, Mehboob Khan, 1957
6. Kaze tachinu / The Wind Rises, Hayao Miyazaki, 2013
7. Genese d'un repas / Origins of a Meal, Luc Moullet, 1979
8. Legend of the Lost, Henry Hathaway, 1957
9. Beggars of Life, William A. Wellman, 1928
10. 23 Paces to Baker Street, Henry Hathaway, 1956
11. Night Nurse, William A. Wellman, 1931
12. The Rough and the Smooth, Robert Siodmak, 1959
13. You Never Know Women, William A. Wellman, 1926
14. The First Day of Freedom, Aleksander Ford, 1964
15. Il cavaliere misterioso, Riccardo Freda, 1946
16. Battleground, William A. Wellman, 1949
17. Waldi, Reinhard Kahn / Michel Leiner, 1980
18. Night Moves, Kelly Reichardt, 2013
19. Le soupirant / The Suitor, Pierre Etaix, 1962
20. Ryojin nikki / Hunter's Diary, Ko Nakahira, 1964
21. ...als Diesel geboren, Peter Przygodda / Braulio Tavares, 1979
22. Zuwandern, Sabine Herpich / Diana Botescu, 2014
23. Al-ard / The Land, Youssef Chahine, 1969
24. Awaara / The Tramp, Raj Kapoor, 1951
25. Teodora, imperatrice di Bisanzo, Riccardo Freda, 1953
26. Sister Mary Jane's Top Note, Lewin Fitzhamon, 1903
27. Jewel Robbery, William Dieterle, 1932
28. Trapeze Girl, Nakahira Ko, 1967
29. Baby Face, Alfred E. Green, 1933
30. The Star Witness, William A. Wellman, 1931
31. 5 Card Stud, Henry Hathaway, 1968
32. Maps to the Stars, David Cronenberg, 2014
33. Night Moves, Arthur Penn, 1975
34. The Strange Death of Adolf Hitler, James P. Hogan, 1943

Termite Pleasures

Die Pyramide des Sonnengottes / Der Schatz der Azteken, Robert Siodmak, 1965
The Crimson Pirate, Robert Siodmak, 1952
Desert Fox: The Story of Rommel, Henry Hathaway, 1951
Seven Thieves, Henry Hathaway, 1960

Known Pleasures

Hitori musuko / The Only Son, Yasujiro Ozu, 1936
Tonari no yaechan / Neighbour Next Door, Yasujiro Shimazu, 1934
The Public Enemy, William A. Wellman, 1933
Hard to Handle, Mervyn LeRoy, 1933
Die geliebten Schwestern, Dominik Graf, 2014

Das Gehirn gibt auf

Haydn and Mozart, James A. Fitzpatrick, 1925
Toreador's Song, unknown, 1910

No

Rencontres d'apres minuit / You and the Night, Yann Gonzalez, 2013
A Most Wanted Man, Anton Corbijn, 2014
Beste Chance, Marcus H. Rosenmüller, 2014

Juli

1. Employees' Entrance, Roy del Ruth, 1933
2. Westward the Women, William A. Wellman, 1951
3. Kaagaz Ke Phool / Paper Flower, Guru Dutt, 1959
4. Nakinureta naru no onna yo / A Woman Crying in Spring, Hiroshi Shimizu, 1933
5. Deep Inside, Joseph W. Sarno, 1968
6. Yellow Sky, William A. Wellman, 1948
7. Love Among the Ruins, George Cukor, 1975
8. Madhumati, Bimal Roy, 1958
9. The Actress, George Cukor, 1953
10. Wild Boys of the Road, William A. Wellman, 1933
11. Vanessa, Hubert Frank, 1977
12. Erich Lusmann, Rainer Knepperges, 2008
13. LA Plays Itself, Fred Halsted, 1972
14. Good-bye, My Lady, William A. Wellman, 1956
15. Dir muss er ja nicht gefallen, Franz Stephan, 1979
16. The Boy Friend, Fred Guiol, 1928
17. Chandralekha, S.S. Vasan, 1948
18. The Torch Singer, Alexander Hall / George Somnes, 1933
19. Two Seconds, Mervyn LeRoy, 1932
20. The Expendables 3, Patrick Hughes, 2014
21. Police Force, Chang Cheh, 1973
22. Berlin - Ecke Schönhauser, Gerhard Klein, 1957
23. Kare no inai hachigatsu ga / August Without Him, Hirokazu Koreeda, 1994
24. Assembly Line, Mort Heilig, 1962
25. Travels With My Aunt, George Cukor, 1972
26. Temptation Island, Joey Gosiengfiao, 1980
27. The Chapman Report, George Cukor, 1962
28. Wegen Verführung Minderjähriger, Hermann Leitner, 1960
29. Without Memory, Hirokazu Koreeda, 1996
30. Magia a prezzi modici, Riccardo Freda, 1956
31. Sigi Götz Collectors Item, Ulrich Mannes, 1998
32. Should Second Husbands Come First?, Leo McCarey, 1928
33. For Heaven's Sake, Sam Taylor, 1926

Known Pleasures

L'orribile segreto del Dr. Hichcock, Riccardo Freda, 1962
Screwball Squirrel, Tex Avery, 1944

Termite Pleasures

The Ox-Bow Incident, William A. Wellman, 1943
A Star Is Born, William A. Wellman, 1937
Tempesta su Parigi, Riccardo Freda, 1948
Wara no tate / Shield of Straw, Takashi Miike, 2013
Christopher Strong, Dorothy Arzner, 1933
Ureshii koro / Happy Times, Hiromasa Nomura, 1933
Hanayome no negoto / The Bride Talks in Her Sleep, Heinosuke Gosho, 1933

Subject for Further Research

Hitler's Reign of Terror, Michael Mindlin / Cornelius Vanderbilt
Atemlos vor Liebe, Dietrich Krausser, 1970

Das Gehirn gibt auf

Drei Schwedinnen in Oberbayern, Siggi Rothemund, 1977
Grün ist die Heide, Harald Reinl, 1972
Lucy, Luc Besson, 2014
Il fiore del deserto, ?, 2011

Bored to Death

Transformers: Age of Extinction, Michael Bay, 2014
Much Ado About Nothing, Joss Whedon, 2012
Tom a la ferme, Xavier Dolan, 2013
Desiderando Giulia, Andrea Barzini, 1986
Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste, Isabell Suba, 2013
Princesse Mandane, Germaine Dulac, 1928
Adventure With a Song, Stanislaw Bareja, 1968
Begin Again, John Carney, 2013

Fuck You

Morgenrot, Gustav Ucicky, 1933

August

1. La prima notte di quiete, Valerio Zurlini, 1972
2. Antinea, l'amante della citta sepolta, Edgar G. Ulmer, 1961
3. Uomini e lupi, Giuseppe de Santis, 1957
4. Amore mio, Raffaello Matarazzo, 1964
5. La spiaggia, Raffaello Matarazzo, 1950
6. Ingrid Bergman, Roberto Rossellini, 1935
7. Il tallone di Achille, Mario Amendola / Ruggero Maccari, 1952
8. L'angelo bianco, Raffaello Matarazzo, 1955
9. La ragazza con la valigia, Valerio Zurlini, 1961
10. Concorso 4 Attrici 1 Speranza, Alfredo Guarini, 1953

11. Scuola elementare, Alberto Lattuada, 1954
12. Torna!, Raffaello Matarazzo, 1954
13. Historia de la meva mort, Albert Serra, 2013
14. Un eroe dei nostri tempi, Mario Monicelli, 1957
15. Estate violenta, Valerio Zurlini, 1959
16. Victimas del pecado, Emilio Fernandez, 1951
17. Anna Magnani, Luchino Visconti, 1953
18. Listening to the Space in My Room, Robert Beavers, 2013
19. Figli di nessuno, Raffaello Matarazzo, 1951
20. Il sole negli occhi, Antonio Pietrangeli, 1953
21. La trappola, Eugenio Perego, 1922
22. La legge della tromba, Augusto Tretti, 1962
23. Domenica, Peter Kern, 1993
24. Listen Up Philip, Alex Ross Perry, 2014
25. Lone Wolf and Cub: White Heaven in Hell, Yoshiyuki Kuroda, 1974
26. Tormento, Raffaello Matarazzo, 1950
27. Toto lascia o raddoppia?, Camillo Mastrocinque, 1956
28. Early Monthly Segments, Robert Beavers, 1970
29. Il giorno piu corto, Sergio Corbucci, 1963
30. Un jeune poet, Damien Manivel, 2014
31. Buzzard, Joel Potrykus, 2014

known pleasures

Time and Tide, Tsui Hark, 2000
Bright Sea, Ko Nakahira, 1964
Summer Storm, Ko Nakahira, 1956
Seasons of Love, Ko Nakahira, 1958
Danger's Where the Money Is, Ko Nakahira, 1961
L' uccello dalle piume di cristallo, Dario Argento, 1970

termite pleasures

Anonimas cocottes, Camillo Mastrocinque, 1960
La battaglia di Maratona, Jacques Tourneur, 1959
La carne e l'anima, Vladimir Strizhevsky, 1945
La sapienza, Eugene Green, 2014
False Alarms, Del Lord, 1936
I dolci inganni, Alberto Lattuada, 1960
The Story of Temple Drake, Robert Stephens, 1933

subject for further research

Giorni di gloria, Giuseppe de Santis / Mario Serandrei, Marcello Pagliero, Luchino Visconti, 1945

das gehirn gibt auf

Casa mia, donna mia..., Charles Krauss, 1923
Maria Denis e le sue prigioni, Giorgio Bianchi, 1948

bored to death

I fidanzati, Ermanno Olmi, 1963
Ventos de Agosto, Gabriel Mascaro, 2014
Bound for Glory, Hal Ashby, 1976

September

1. Gaslight, George Cukor, 1944
2. When a Stranger Calls, Fred Walton, 1979
3. Kaguyahime no monogatari, Isao Takahata, 2013
4. Batch '81, Mike de Leon, 1982
5. Phoenix, Christian Petzold, 2014
6. Non si sevizia un paperino, Lucio Fulci, 1972
7. What Price Hollywood?, George Cukor, 1932
8. Comizi d'amore, Pier Paolo Pasolini, 1964
9. Outrage, Ida Lupino, 1950
10. Le grand amour, Pierre Etaix, 1966
11. Cuba Libre, Christian Petzold, 1996
12. Tant Qu'on a la sante, Pierre Etaix, 1966
13. Die Beischlafdiebin, Christina Petzold, 1969
14. Beware, My Lovely, Harry Hroner, 1952
15. Clouds of Sils Maria, Olivier Assayas, 2014
16. Kis uykusu / Winter Sleep, Nuri Bilge Ceylan, 2014
17. Rupture, Pierre Etaix / Jean-Claude Carriere, 1961
18. Enemies Closer, Peter Hyams, 2013
19. The Equalizer, Antoine Fuqua, 2014
20. Yoyo, Pierre Etaix, 1965
21. Jewish Prudence, Leo McCarey, 1927
22. Transformers: The Premade, Kevin B. Lee, 2014
23. Mama Hemmers geht mit ihrem Pastor zum letzten Mal über'n Heinrichplatz: Kreuzberg Adiö, Rosi S.M., 1980
24. Private Hell 36, Don Siegel, 1954
25. Frankenstein Must Be Destroyed, Terence Fisher, 1969
26. Hans Dampf, Christian Mrasek / Jukka Schmidt, 2013
27. A Lady Without Passport, Joseph H. Lewis, 1950
28. Red Persimmons, Shinsuke Ogawa / Peng Xiaolian, 2001
29. Whoops, I'm an Indian!, Del Lord, 1936
30. Alle Tage wieder - let them swing!, Margaret Raspe, 1974

known pleasures

Historia de la meva mort, Albert Serra, 2013
Vertigo, Alfred Hitchcock, 1958
Airstrip: Aufbruch der Moderne Teil III, Heinz Emigholz, 2014
The Boy Friend, Fred Guiol, 1928
Teorema, Pier Paolo Pasolini, 1968

termite pleasures

Pilotinnen, Christian Petzold, 1995
Return from the Ashes, J. Lee Thompson, 1965
Not Wanted, Elmer Clifton, 1949
Never Fear, Ida Lupino, 1949

subjects for further research

In purgatorio, Giovanni Cioni, 2010
Justine, George Cukor, 1969

hell no

Still Life, Uberto Pasolini, 2013
Birdman, Alejandro Gonzalez Inarritu, 2014
Loteria, Janina Möbius, 2009
Suburban Gothic, Richard Bates Jr., 1969

Oktober

1. She Was Like a Wild Chrysanthemum, Keisuke Kinoshita, 1955
2. Hard to Be a God, Aleksei German, 2013
3. Boyhood, Keisuke Kinoshita, 1951
4. A Perfect Getaway, David Twohy, 2009
5. The Bigamist, Ida Lupino, 1953
6. Phoenix, Keisuke Kinoshita, 1947
7. Smoke on the Water, Dominik Graf, 2014
8. Ana, Antonio Reis / Margarida Cordeiro, 1982
9. L'escale, Kaveh Bakhtiari, 2013
10. Who's Minding the Store, Frank Tashlin, 1963
11. Garden of Women, Keisuke Kinoshita, 1954
12. Deux jours, une nuit, Jean-Pierre & Luc Dardenne, 2014
13. Dizzy Doctors, Del Lord, 1937
14. Der einesame Wanderer, Philip W. Sauber, 1968
15. Sister Stella L., Mike de Leon, 1984
16. Situationen, Johannes Beringer, 1967
17. Timbuktu, Abderrahmane Sissako, 2014
18. A Rose on his Arm, Keisuke Kinoshita, 1956
19. Subjektitüde, Helke Sander, 1966
20. Ninja: Shadow of a Tear, Isaac Florentine, 2013
21. Donauleichen, Peter Kern, 2005
22. Charly, Isild le Besco, 2007
23. Jaime, Antonio Reis, 1974
24. Kameradschaft, G.W. Pabst, 1931
25. Die Sonne kommt, Georg Maas, 1988

Termite Pleasures

Die Reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi, Dominik Graf, 2014
The Ghost Story of Yotsuya, Kesuke Kinoshita, 1949
Spring Dreams, Keisuke Kinoshita, 1960
Pitch Black, David Twohy, 2000
The Kiss of Death, Ho Meng Hua, 1973
Demi-tarif, Isild le Besco, 2003
Überall ist es besser, wo wir nicht sind, Michael Klier, 1989
Mitte mai, Matl Findel, 1995

Known Pleasures

Il decameron, Pier Paolo Pasolini, 1971
I racconti di Canterbury, Pier Paolo Pasolini, 1972
Clouds of Sils Maria, Olivier Assayas, 2014

Das Gehirn gibt auf

Le petit soldat qui devient Dieu, Emile Cohl, 1908
Geld, Thomas Mitscherlich, 1968
The Mighty Peking Man, Ho Meng Hua, 1977

La tortura

Inside Jennifer Welles, Jennifer Welles, 1977

Bored to Death

Mommy, Xavier Dolan, 2014
The Great Gatsby, Baz Luhrmann, 2013
Teenage Mutant Ninja Turtles, Jonathan Liebesman, 2014
Tatort: Im Schmerz geboren. Martin Schwarz, 2014
White Shadow, Noaz Deshe, 2013
Think Like a Man Too, Tom Story, 2014
Zwei Angebote, Gerd Delp, 1966

November

1. Nuits blanches sur la jetee, Paul Vecchiali, 2014
2. Thunderhoof, Phil Karlson, 1948
3. 99 River Street, Phil Karlson, 1953
4. Kansas City Confidential, Phil Karlson, 1952
5. Black Gold, Phil Karlson, 1947
6. The Big Cat, Phil Karlson, 1949
7. Don't Go Breaking My Heart 2, Johnnie To, 2014
8. Don't Go Breaking My Heart, Johnnie To, 2011
9. Le vampire, Jean Painleve, 1945
10. Phenix City Story, Phil Karson, 1955
11. Tirez la langue, mademoiselle, Axelle Ropert, 2013
12. Ixe, Lionel Soukaz, 1980
13. Gunman's Walk, Phil Karlson, 1958
14. Behind the Mask, Phil Karlson, 1946
15. Wife Wanted, Phil Karlson, 1946
16. Hornets' Nest, Phil Karlson, 1970
17. Queen Christina, Rouben Mamoulian, 1933
18. Kid Gallahad, Phil Karlson, 1962
19. A Time for Killing, Phil Karlson, 1967
20. Walking Tall, Phil Karlson, 1974
21. Acto da Primavera, Manoel de Oliveira, 1963
22. Tattered Wings, Keisuke Kinoshita, 1955
23. Dakar Trottoirs, Hubert Laba Ndao, 2013
24. Aufruhr des Blutes, Victor Trivas, 1929
25. A vida invisivel, Vitor Goncalves, 2013

Termite pleasures:

The Border Legion, Joseph Kane, 1940
The Brigand, Phil Karson, 1952
Mask of the Avenger, Phil Karlson, 1951
5 Against the House, Phil Karlson, 1955
There Goes Kelly, Phil Karslon, 1945
The Young Doctors, Phil Karlson, 1961
The Iroquois Trail, Phil Karlson, 1950
Kilroy Was Here, Phil Karlson, 1947
The Savage Seven, Richard Rush, 1968
Magic in the Moonlight, Woody Allen, 2014
Machine Gun or Typewriter, Travis Wilkerson, tba

White elephant pleasure:

Interstellar, Christopher Nolan, 2014

Known pleasures:

Ana, Antonio Reis / Margarida Cordeiro, 1982

Subject for further research:

Sappho, Philip W. Sauber / Kaspar Streiff, 1967

Das Gehirn gibt auf:

Ladies of the Chorus, Phil Karlson, 1948
Swing Parade of 1946, Phil Karlson, 1946

Dezember

1. The Gay Divorcee, Mark Sandrich, 1934
2. 42nd Street, Lloyd Bacon, 1933
3. Storm Children, Book One, Lav Diaz, 2014
4. She's Funny That Way, Peter Bogdanovich, 2014
5. Sorrow and Joy, Nils Malmros, 2013
6. Revivre, Im Kwon-taek, 2014
7. Highway, Imtiaz Ali, 2014
8. Kommunisten, Jean-Marie Strau, 2014
9. Seventh Code, Kiyoshi Kurosawa, 2013
10. The Gun, John Badham, 1974
11. Tip Top, Serge Bozon, 2013
12. We Were Strangers, John Huston, 1949
13. You'll Never Get Rich, Sidney Lanfield, 1941
14. On the Job, Erik Matti, 2013
15. Joao Benard da Costa: Others will love the things I loved, Manuel Mozos, 2014
16. Auf Scheißer schießt man nicht, Hans Jürgen Pohland, 1969
17. The Jack Bull, John Badham, 1999
18. The Bingo Long Travelling All-Stars & Motor Kings, John Badham, 1976
19. Desaparadiso, Khavn, tba
20. Forbidden Symmetries, Rouzbeh Rashidi / Maximilian le Cain, Dean Kavanagh, 2014
21. The Voice of Water, Masashi Yamamoto, 2014
22. Hanadama, Hisayasu Sato, 2014
23. The Golden Era, Ann Hui, 2014
24. Weite Strassen stille Liebe, Herrmann Zschoche, 1969

Known Pleasures:

Norte, Lav Diaz, 2013
The Pirate, Vincente Minnelli, 1948

Known Pain:

Popeye, Robert Altman, 1980

Termite Pleasures:

Brule la mer, Nathalie Nambot / Maki Berchache, 2014
Stück für Stück, Peter Lilienthal, 1962
Taken 3, Olivier Megaton, 2015
Firestorm, Alan Yuen, 2014

Das Gehirn gibt auf:

Darna, Kuno...?, Luciano B. Carlos, 1979
Ein Blick in die Max-Reinhardt-Schule, Hans Jürgen Pohland, 1957
Strandfreuden für Erwachsene, Hans Jürgen Pohland, 1959

Das Gehirn verkümmert:

...die von der Sonne leben, Hans Jürgen Pohland, 1958
Warum die UFOs unseren Salat klauen, Hans Jürgen Pohland, 1980

Das Gehirn revoltiert:

Wenn ich Chef wäre, Hans Jürgen Pohland, 1962

Bored to Death:

Gemini, Ato Bautista, 2014
Heaven Knows What, Joshua & Ben Safdie, 2014
Ek Villain, Mohit Suri, 2014
A Girl Walks Home Alone, Ana Lily Amirpour, 2014
Fool For Love, Robert Altman, 1985

Wednesday, December 31, 2014

We Were Strangers, John Huston, 2015

The first half feels like most of the Huston films I've seen: Great if somewhat simplistic tough guy cinema marred by various prestige trappings. In the second half, though, the trappings disappear - or maybe rather: become perfectly translucent. The dialogue's still terribly pompous, the political furor is still phony as hell - in fact, the "revolution" in the end might be the single most phony revolution ever staged by Hollywood (the street scenes are almost as bizarre as the climax of McTiernan's masterpiece maudit Rollerball, but unfortunately here they lack all sense of their own outlandishness and are therefore pretty worthless beyond symptomatic readings). But how could this hurt a film to which a shot of Jennifer Jones' face being illuminated only by the muzzle flash of a machine gun comes perfeclty naturally? As does, by the way, shots of John Garfield lighting a stick of dynamite with his cigarette. Garfield might be the best proof of the (in itself quite interesting, and maybe career-long) mismatch of director and sujet: in terms of the narrative and its psychological structure he's completely unbelievable, but as "body-in-front-of-the-camera" he's pitch perfect in almost every single shot.

The best shot of the film comes earlier, about halfway through, during one of the first really intense scenes: A very close framing of Jones' head leaning against Garfield's shoulder, her face being (I think) turned away from the camera. The world around them, which is rather unstable to begin with (made even more unstable by the almost constant use of rear projections, a technique which clashes weirdly with Russell Metty's faux documentary cinematography), slips away completely. And suddenly they talk about a possible future, a future which is very obviously a future outside of this film (outside of the reach of this film). What can become of them after this (whatever this is, whatever this will turn out to be, whatever this will have been)? Maybe marriage, he says, touchingly helpless, a house, kids.

Thursday, December 18, 2014

Ein Blick in die Max-Reinhardt-Schule, Hansjürgen Pohland, 1957

Die strenge Hilde Körber sitzt mit dem Filmteam in einem kleinen Kino. Vorgeführt wird ein Film über ihre Institution, die Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel Berlin (später in der UdK aufgegangen). Eine Klasse junger Menschen beobachtet ein Kulturfilm, dessen Daseinszweck das erhoffte "Prädikat Wertvoll" ist, mit dessen Hilfe Kinoverleiher ihre eigentlichen Attraktionen, die Hauptfilme, von der Vergnügungssteuer befreien können. Um Vergnügen geht's also schon mal nicht. Worum dann? Um die "Disziplinierung des Körpers", sagt die Körber, die die vorsichtige Versuche ihres Interviewpartners, ihrer Abrichtungsantalt (in der man unbedingt auch Fechten zu lernen hat, die Männer brauchen's eh später, auf der Bühne) ein wenigstens etwas menschlicheres Antlitz zu verleihen, stets gnadenlos abblockt. Um die Disziplinierung der Stimme geht es auch: "In Ulm, um Ulm und um Ulm herum" müssen die Schüler einmal aufsagen, die Vokalmodulation üben sie unter anderem mit einem Wörterpaar, das das gesamte Spannungsfeld dieses Kulturfilmkleinods der späten 1950er offenlegt: "Trieb - Trüb". Die Männer der Klasse haben James-Dean-Frisuren, die Frauen sehen alle ein klein wenig durch den Wind aus, erst recht, wenn sie am Ende einen Kleist(?)-Monolog aufsagen müssen, in Großaufnahme, jetzt gar nicht mehr für ihre Lehrerin, sondern ganz für die ihre dokumentarische Rücksicht aufgebende Kamera; für eine Kamera, die an anderer Stelle Busby-Berkeley-Ambitionen bekommt und Tanzformationen in durcheinanderwirbelnde Einzelglidmaße auflöst und die beim geometrisch abgezirkelten Blick zwischen die Beine der Tänzerinnen auch schon einmal um ein Haar ihren Kulturauftrag vergisst.

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Ein Satz aus einem anderen Pohland-Kulturfilm (...die von der Sonne leben, 1958), es geht um einen Bademeister-Rettungseinsatz am Wannseebad, man sieht ein Rettungsboot durch plantschende Menschenmassen auf einen Verletzten zu düsen: "In solchen Fällen geht Schnelligkeit vor Rücksichtnahme auf die Badenden".

Sunday, December 14, 2014

The Dying of the Light

Norte, the End of History, Lav Diaz, 2013
















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